So viel kosten zufriedene Arbeitnehmer im Jahr 2017
Motivierte Mitarbeiter sind produktiver, tragen zu einem positiven Unternehmensimage bei und senken die Personalkosten durch geringere Krankheitsausfälle und Kündigungsraten.

Der Fachkräftemangel ist derzeit in aller Munde. So soll es in den kommenden Jahren immer schwieriger für die Unternehmen werden, hoch qualifizierte Bewerber anlocken zu können.

Das Employer Branding gewinnt in diesem Zuge mehr und mehr an Bedeutung, um neue Mitarbeiter gewinnen und langfristig an das Unternehmen binden zu können. Das wichtigste – wenn auch nicht das einzige – „Argument“ für Sie als Arbeitgeber ist dabei natürlich die Vergütung. Schließlich sollte die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter für Sie höchste Priorität haben.

Das garantiert Ihnen nicht nur die Konkurrenzfähigkeit in den Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels, sondern auch zahlreiche positive Folgeeffekte wie ein verbessertes Arbeitsklima oder eine höhere Produktivität der Belegschaft:

• Mehr Zufriedenheit bedeutet eine höhere Motivation bei den Angestellten

• Die höhere Motivation ruft wiederum eine erhöhte Produktivität hervor.

• Zufriedene Mitarbeiter erkranken seltener sowie weniger lang, wodurch Sie Ihre Kosten für Krankenstände herunterfahren können.

• Gesündere Mitarbeiter heißt auch leistungsfähigere Arbeitnehmer und dadurch weniger Fehler sowie eine bessere Qualität.

• Eine höhere Zufriedenheit hat auch eine gesteigerte Identifikation der Mitarbeiter mit Ihrem Unternehmen und dadurch eine geringere Fluktuation zur Folge.

Fakt ist: Die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter hat großen Einfluss auf Ihren langfristigen unternehmerischen Erfolg. Für 88,6 Prozent der Arbeitnehmer ist das Gehalt der ausschlaggebende Faktor für ihre Zufriedenheit im Job – oder andersherum einen Jobwechsel.
Wie viel kostet Sie also ein zufriedener Mitarbeiter im Jahr 2017?

Kostenfaktor #1: Das Gehaltsniveau hängt von der Branche ab

Mehr Freizeit? Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie? Flexible Arbeitszeiten? Alles schön und gut! Natürlich sind diese Faktoren ebenfalls wichtige Argumente Ihres Employer Brandings.
Doch für den Arbeitnehmer ist immer noch in erster Linie sein Gehalt von Bedeutung. Schließlich möchte er sich in der neugewonnenen Freizeit auch eine Reise leisten oder seiner Familie ein Eigenheim bieten können. Gerade in Berufssparten mit zunehmendem Fachkräftemangel steigt das Lohnniveau daher derzeit rasant an.

Wer die begehrten Spezialisten für sein Unternehmen gewinnen möchte, muss ihnen etwas bieten können. Mit unterdurchschnittlichen Gehältern haben Sie in der Medizin- und Pharmabranche derzeit eher schlechte Karten auf die besten Bewerber.

Wie tief Sie jeweils ins Portemonnaie greifen müssen, ist dabei stark von der Branche, dem Beruf sowie der Position des Mitarbeiters abhängig:

Kostenfaktor #2: Zeitarbeiter sind nicht unbedingt günstiger

Gerade junge Unternehmen können sich solch hohe Gehälter aber häufig nicht leisten. Sie benötigen eine Alternative, um trotz (unter-) durchschnittlicher Gehälter als Arbeitgeber attraktiv zu erscheinen. Eine Lösung lautet dann oftmals:
Mit Zeitarbeitern oder Freelancern können Sie kräftig sparen.

Hierbei handelt es sich allerdings um einen Trugschluss – Zwar sind Zeitarbeiter eine gute Möglichkeit, um kurzfristige Auftragsspitzen zu überbrücken, wirklich „günstiger“ sind sie aus finanzieller Hinsicht allerdings nicht. Ihre Stundenlöhne liegen in der Regel doppelt so hoch bis 2,5-fach höher als bei Festangestellten.

Auch hier kann es je nach individueller Situation daher für das Unternehmen sinnvoller zu sein, in das Employer Branding zu investieren und durch immaterielle Werte zu überzeugen.
Dafür kommen zum Beispiel infrage:

• Flexible Arbeitsmodelle
• Home-Office
• Flache Hierarchien
• Gute Aufstiegschancen
• Selbstverantwortliches Arbeiten
• Sabbaticals, uvm

Zeitarbeiter sind daher als kurzfristige, nicht aber als Dauerlösung zu verstehen. Die Mehrausgaben sind stattdessen als Investition in die Flexibilität des Unternehmens anzusehen, um eben kurzfristige Auftragsschwankungen auszugleichen oder in Zeiten einer unsicheren Wirtschaftslage den strengen Kündigungsschutz zu umgehen.

Aus finanzieller Sicht hingegen sind Zeitarbeiter eine eher „teure“ Alternative.

Kostenfaktor #3: Freelancer als kostengünstige „Kurzzeit-Alternative“

Eine wirklich kostengünstigere Alternative zu Festangestellten sind hingegen Freelancer. Zwar liegen auch hier die Stundensätze in der Regel deutlich über jenen der Festangestellten, doch die wegfallenden Sozialversicherungsbeiträge, Steuern und Sonderkosten gleichen dies zumindest für einen gewissen Zeitraum aus. Experten gehen von durchschnittlich 25 Monaten aus. Jedoch sollten Sie beim Einsatz von Freelancern eine eigene Break-Even-Analyse erstellen, um so den optimalen Einsatzzeitraum für freie Mitarbeiter zu ermitteln.

Prinzipiell können Sie laut Impulse.de für Freelancer mit einem durchschnittlichen Stundensatz von 78,67 Euro netto (also zzgl. Mehrwertsteuer) rechnen. Als Faustregel gilt zudem: Je höher die Qualifikation des Freelancers sowie die Nachfrage in seiner Branche, umso teurer der Stundensatz.

Kostenfaktor #4: Headhunter nicht vergessen!

Der Fachkräftemangel bringt für die Medizin- und Pharmabranche noch ein weiteres Problem mit sich:

Die Unternehmen kommen kaum noch an Personalvermittlungen sowie Headhuntern vorbei, um qualifiziertes Fachpersonal finden und gewinnen zu können.
Je nach Region, Branche und zu besetzender Position liegen die durchschnittlichen Kosten für einen Headhunter bei 12.000 Euro bis 20.000 Euro pro Vermittlung.

Auch diese Kosten wollen bei Ihrer (finanziellen) Personalplanung berücksichtigt werden.

Häufig findet die Abrechnung auf Provisionsbasis statt und beträgt rund 22 bis über 30 Prozent des Bruttojahresgehalts des vermittelten Arbeitnehmers.

Je „wertvoller“ die Arbeitskraft, umso höher sind also auch die Headhunting-Kosten.

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